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KI-Adoption & Coding Workshops by KIeserIT × celox – Zurück in den Fahrersitz – mit KI im eigenen Unternehmen.

KI-Adoption · Stand Oktober 2026

Make or Buy … bald vorbei?

Jahrzehntelang war die Antwort für die meisten Unternehmen klar: Software wird gekauft, nicht selbst gebaut. Mit KI-Coding-Werkzeugen wie Claude Code oder der Gemini CLI verschiebt sich diese Rechnung gerade grundlegend – und mit ihr die Macht zwischen Software-Anbietern und ihren Kunden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbermachen wird billig: Mit KI-Coding entstehen Werkzeuge, Auswertungen und Schnittstellen in Tagen statt Monaten – oft ohne eigene Entwicklungsabteilung.
  • Software-Anbieter geraten unter Druck: Vor allem Programme, die nur eine Aufgabe erledigen und pro Nutzer abgerechnet werden.
  • Die großen ERP-Systeme bleiben vorerst: Buchhaltung, Warenwirtschaft und Lohn sind zu kritisch und zu stark reguliert für schnelle Eigenbauten.
  • Die Chance: Wer KI-Coding beherrscht, passt eigene Systeme selbst an – statt auf den nächsten Release-Termin des Anbieters zu warten.

Die alte Rechnung: Kaufen war fast immer günstiger

„Make or Buy“ – selbst machen oder einkaufen – ist eine der ältesten Fragen der Betriebswirtschaft. Bei Software fiel die Antwort lange eindeutig aus: Eigenentwicklung war teuer, langsam und riskant. Man brauchte Entwicklerinnen und Entwickler, Projektleitung und jemanden, der das Ganze über Jahre pflegt. Also kaufte man Standardsoftware oder schloss ein Abo ab – für das CRM, die Zeiterfassung, das Ticketsystem, die Schnittstelle zwischen Shop und Warenwirtschaft.

Der Preis dafür war Abhängigkeit. Wer eine Änderung braucht, stellt eine Anfrage beim Anbieter, wartet auf ein Angebot und hofft, dass die Funktion irgendwann auf der Roadmap landet. Jede zusätzliche Lizenz kostet extra, jede neue Schnittstelle ist ein Projekt.

Was sich gerade ändert: Software entsteht im Gespräch

Werkzeuge wie Claude Code von Anthropic oder die Gemini CLI von Google arbeiten direkt im Projektordner: Sie lesen den vorhandenen Code, schreiben neuen, führen Tests aus und erklären, was sie tun. Man beschreibt in normaler Sprache, was gebraucht wird – „lies jede Nacht die Bestellungen aus dem Shop und trage sie in unsere Warenwirtschaft ein“ – und bekommt ein lauffähiges Ergebnis, das sich Schritt für Schritt verfeinern lässt.

Wie schnell sich das durchsetzt, zeigt der Jahresbericht von GitHub: Auf der Plattform arbeiten inzwischen mehr als 180 Millionen Entwicklerinnen und Entwickler, im letzten Jahr kam im Schnitt mehr als einer pro Sekunde dazu. Fast 80 % der Neuen nutzen in ihrer ersten Woche den KI-Assistenten Copilot, und der Copilot-Coding-Agent hat in nur fünf Monaten über eine Million Änderungsvorschläge (Pull Requests) erstellt (GitHub Octoverse 2025).

Das heißt nicht, dass Programmieren keine Kunst mehr ist. Aber die Hürde, eine kleine, passgenaue Lösung selbst zu bauen, ist dramatisch gesunken – und damit verändert sich die Make-or-Buy-Rechnung.

Warum Software-Anbieter es schwerer haben werden

Viele Programme sind im Kern eine Datenbank mit Bedienoberfläche und etwas Geschäftslogik. Genau das hat Microsoft-Chef Satya Nadella schon im Dezember 2024 so beschrieben: Geschäftsanwendungen seien „im Wesentlichen CRUD-Datenbanken mit einer Menge Geschäftslogik“ – und diese Logik wandere zu KI-Agenten. Die Vorstellung klassischer Business-Apps werde im Agenten-Zeitalter „wahrscheinlich kollabieren“ (OfficeChai, 19.12.2024).

Die Börse hat diese Sorge Anfang 2026 sehr deutlich gespiegelt: Nachdem Anthropic Erweiterungen für seinen KI-Arbeitsassistenten veröffentlicht hatte, verlor der S&P-500-Index für Software und IT-Dienste in einer Woche fast 5 % – rund 830 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Thomson Reuters fiel an einem Tag um 18 %. Analysten verwiesen vor allem darauf, dass Lizenzen pro Nutzer an Wert verlieren, wenn KI dieselbe Arbeit mit weniger Personal erledigt (ITPro, 05.02.2026).

Zur Wahrheit gehört auch: Nicht jeder teilt diese Sicht. Nvidia-Chef Jensen Huang nannte die Idee, KI mache Software überflüssig, im selben Bericht „das Unlogischste der Welt“. Und tatsächlich geht es weniger um das Ende von Software als um eine Verschiebung: weg von vielen gekauften Einzellösungen, hin zu wenigen Kernsystemen plus eigenen, schnell gebauten Bausteinen.

Was bleibt: Die großen ERP-Systeme – vorerst

Unsere Einschätzung: Die großen ERP-Systeme für Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft, Lohn und Produktion werden so schnell nicht verschwinden. Sie bilden gesetzliche Vorgaben ab (GoBD, Steuerrecht, Aufbewahrungspflichten), sind geprüft, über Jahre gewachsen und tief in die Abläufe eingebunden. Hier wäre ein Eigenbau ein unnötiges Risiko.

Anders sieht es bei vielem aus, was rund um diese Kernsysteme gekauft wird:

  • Kleine Spezial-Tools und Abos, die genau eine Aufgabe erledigen – etwa Formulare, Checklisten, Freigaben oder einfache Planungstafeln.
  • Schnittstellen und Konnektoren zwischen Shop, CRM, ERP und Buchhaltung, für die bisher teure Middleware oder Anbieter-Projekte nötig waren.
  • Auswertungen und Dashboards, die heute in Tabellen nachgebaut oder als Zusatzmodul lizenziert werden.
  • Interne Werkzeuge wie Angebotsrechner, Datenimporte oder die Automatisierung wiederkehrender Büroarbeit.

Gerade diese Dinge sind es, die Unternehmen im Alltag ausbremsen – und die sich mit KI-Coding heute oft selbst lösen lassen.

Microsoft hat früh vorgesorgt: der Kauf von GitHub 2018

Am 4. Juni 2018 kündigte Microsoft an, GitHub für 7,5 Milliarden US-Dollar in Aktien zu übernehmen – die Plattform, auf der ein Großteil des Codes der Welt liegt. Satya Nadella begründete das damals mit den Worten „Microsoft is a developer-first company“ (Microsoft, 04.06.2018).

Von KI war in der Pressemitteilung noch keine Rede. Rückblickend wirkt der Kauf aber wie eine vorausschauende Wette auf genau den Wandel, den wir heute erleben: Wer die Plattform besitzt, auf der Software entsteht, gemeinsam bearbeitet und veröffentlicht wird, sitzt an der entscheidenden Stelle, wenn KI das Programmieren übernimmt. Drei Jahre später kam mit GitHub Copilot der erste große KI-Programmierassistent – heute führt an GitHub kaum ein Weg vorbei, egal ob Menschen oder KI-Agenten den Code schreiben.

Was das für Ihr Unternehmen bedeutet

Die eigentliche Veränderung ist nicht technisch, sondern eine Frage der Haltung: Sie müssen nicht mehr für jede Anpassung auf einen Anbieter warten. Braucht Ihr Betrieb eine neue Schnittstelle, eine Auswertung oder eine kleine Anwendung, können Sie mit KI-Coding selbst wieder Hand anlegen – und bestimmen, wie sich Ihre Systeme entwickeln.

Damit das gelingt, braucht es allerdings ein paar Grundlagen:

  • Das richtige Setup: Werkzeuge, Zugänge und eine Arbeitsweise, in der Ergebnisse nachvollziehbar versioniert werden.
  • Leitplanken: Welche Daten dürfen in welche KI? Wer prüft Änderungen, bevor sie live gehen? Wie bleiben Zugangsdaten geschützt?
  • Urteilsvermögen: Zu erkennen, wann Selbermachen sinnvoll ist – und wann Kaufen weiterhin die bessere Wahl bleibt.

Genau hier setzt KI-Adoption & Coding Workshops an

Zurück in den Fahrersitz – mit KI im eigenen Unternehmen. Gemeinsam mit Martin Pfeffer von celox teilen wir unser Wissen mit Ihrem Team und zeigen, wie Sie mit KI-Coding Ihre eigenen Systeme und Schnittstellen wieder selbst gestalten – statt von vielen Software-Anbietern abhängig zu sein.

  • Workshop bei Ihnen vor Ort: Wir zeigen KI-Coding an Ihren eigenen Abläufen und Systemen – nicht an Spielbeispielen.
  • Standortbestimmung: Gemeinsam klären wir, welche Software Sie weiter kaufen sollten und wo Selbermachen sich lohnt.
  • Startklare Werkzeuge: Ihr Team erhält ein eingerichtetes Setup mit Claude Code oder Gemini CLI – inklusive Leitplanken für Datenschutz, Sicherheit und Code-Qualität.
  • Begleitung: Wir bleiben an Ihrer Seite, bis die ersten eigenen Schnittstellen und Werkzeuge laufen.
  • Zwei Blickwinkel: Fabian Kieser (KIeserIT) als Adoption Lead und Martin Pfeffer (celox) als Tech Lead – Menschen mitnehmen und Technik sauber umsetzen.
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Quellen

  • Microsoft: „Microsoft to acquire GitHub for $7.5 billion“, Pressemitteilung vom 04.06.2018
  • GitHub: „Octoverse: A new developer joins GitHub every second as AI leads TypeScript to #1“, 28.10.2025
  • OfficeChai: „SaaS Applications ‘Will Collapse’ In The AI Agent Era: Microsoft CEO Satya Nadella“, 19.12.2024
  • ITPro: „Why Anthropic sent software stocks into freefall“, 05.02.2026

Dieser Artikel gibt unsere Einschätzung wieder (Stand Oktober 2026). Zahlen und Zitate stammen aus den genannten Quellen; er ist keine Anlage- oder Rechtsberatung.

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